Jahresbericht 2003    
     
Berufung in den Landesbeirat für Denkmalpflege





Für die Amtsperiode 2003 bis 2007 wurde Prof. Emil Hädler durch das MWWFK als Sachverständiger in den Landesbeirat für Denkmalpflege berufen. Bei der konstituierenden Sitzung am 13. November 2003 fand eine ausführliche Begehung der Baustelle am Worm-ser Dom statt (im Bild Konservator Dr. Glatz und Prof. v. Winterfeld auf dem Gerüst vor der Zwerggalerie). Der Landesbeirat setzt sich aus Vertretern der aner-kannten Denkmalpflege-Organisationen des Landes Rheinland-Pfalz, der Katholischen und der Evangeli-schen Kirche, Vertretern der kommunalen Gebiets-körperschaften und einschlägiger Berufsverbände wie der Architektenkammer Rheinland-Pfalz zusammen. Er tagt etwa zweimal jährlich und nimmt zu aktuellen Fragestellungen der Denkmalpflege Stellung. Er berät nach §26 des DSchPflG das Ministerium für Wissen-schaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur als o-berste Denkmalschutzbehörde und die Denkmalfach-behörde (Landesamt für Denkmal-pflege).

 

 

Kartierung an der Apsis der Mainzer Ostchors

Mit der dritten Kampagne am Bauabschnitt 1c des Mainzer Doms wurde eine besonders aufschluss-reiche Partie an der Ostgruppe in die Bauforschung einbezogen. Diese nach Willigis und Bardo dritte romanische Bauphase aus dem 12. Jahrhundert orientiert sich an den anspruchsvolleren Architekturdetails des Speyerer Doms. Die Bezüge werden besonders an der Zwerggalerie der Apsis deutlich. Interessant ist dort die Bauzier der Kapitelle, die - unvollendet - in ihrer Handschrift auf oberitalienische Vorbilder wie den Dom zu Bergamo verweist. Die unsystematische Verwendung von rotem Sandstein bzw. Weisenauer Kalk beweist, das der Dom zu dieser Zeit bereits farbig gefasst war.

 
Raimunditor am Mainzer Rheinufer









Der Bau der Tiefgarage unter der Rheinpromenade Mainz schreitet fort. Unmittelbar im Bereich der Zufahrtsrampe liegt das Raimunditor, dessen westliche Hälfte nach einer Teilzerstörung im Krieg fehlt. Im Konzept der Architekten Planquadrat, Darmstadt und Bierbaum, Mainz ist die Wiederherstellung des Tores als markantes städtebauliches Signal vorgesehen. Gemeinsam mit GWM (Gebäudewirtschaft Mainz) und dem Amt für Stadtsanierung und Denkmalpflege wird die technische Instandsetzung der vorhandenen Torhälfte und die Rekonstruktion der fehlenden Teile aus geborgenen Bruchstücken (Spolien) unter Leitung von Prof. Rainer Pagel durch das IProD vorbereitet. An dem Projekt kommt ein neuartiges Photogrammetrie-system des Instituts I3-Mainz im Praxistest zum Einsatz, das als "Low-cost-Photogrammetrie" für Architekten auf den Markt gebracht werden soll. Im WS 2003/04 wirken Studierende des Master-Studiengangs "Bautechnisches Facility-Management" an der Schadenserhebung mit.
 
Interessenten melden sich bitte bei Prof. Hädler unter headler@fh-mainz.de
zurück